Närrisches Treiben im Seniorenhaus Theley

Am Fasnachtsmittwoch war es wieder soweit: das Seniorenhaus Theley feierte den Beginn der närrischen Tage. Eröffnet wurde der bunte Nachmittag von 10 Mädels der Ganztagsbetreuung der Grundschule Theley, die mit einem tollen Hip-Hop-Dance und einem bekannten Fasnachts-Ohrwurm für gute Stimmung bei unseren Senioren sorgten. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Benedikt Naumann (Akkordeon), seinem Enkel Leo (Schlagzeug) und Ralf Andler (Schlagzeug und Percussion), die bei keinem unserer Feste fehlen dürfen.

Kaum waren die Kinder von der Bühne, tauchte plötzlich eine Putzkolonne des Frauenturnvereins Theley auf, um die Hygiene unseres Hauses unter die Lupe zu nehmen. Welch ein Glück, dass sie am Schluss nichts zu beanstanden hatten und wieder von dannen zogen. Nun wurde kräftig gesungen, getanzt und gelacht und natürlich auch gegessen und getrunken.

Dann nahmen uns Judith und Gabi, zwei Hausdamen des Seniorenhauses, mit in eine typische Ehealltagssituation:  Soll die Ehefrau nun mit oder ohne Hut zur Feier gehen? Das ist die schwierige Frage, die auch der Ehemann nicht wirklich zufriedenstellend beantworten konnte, denn es gibt ja sooo viel zu bedenken. Vor allem, was die Leute wohl sagen….

Nachdem die Kleiderfrage geklärt war, tauchte auch schon die nächste Ehefrau in Not auf. Die Frage dieser Dame war aber weitaus existentieller: Wo ist nur mein Mann geblieben? Verzweifelt wendet sie sich an einen geduldigen Polizisten, der sogleich mit der Aufnahme einer Vermisstenanzeige beginnt. Ein schwieriges Unterfangen…

Nach so viel Ernst des Lebens ließen uns aber Benedikt und Ralf keine Zeit zum Trübsal blasen, sondern es wurde einfach weiter gesungen und geschunkelt, bis…tja bis, dem einen oder anderen blieb der Mund offen stehen, eine ganze Gruppe Schwerverletzter hinein in unsere Feier humpelte. Die meisten von ihnen hatten Kopfverletzungen und konnten sich gerade so auf Krücken fortbewegen. Bekleidet waren sie nur mit einem OP-Hemdchen und darunter, nun ja, das kann sich ja jeder denken…  Aus welchem Krankenhaus diese Patienten geflohen waren, konnte nicht festgestellt werden, denn sprechen konnte keiner von ihnen. Sie gaben nur noch Zuckungen von sich, die aber sehr rhythmisch…auf jeden Fall von uns „gute Besserung“!!.

Nach so viel Aufregung, interessanten Begegnungen, Tanz, Gesang und Lachen ging der Nachmittag wie im Flug vorbei. Die Bewohner waren begeistert und noch Tage später war die schöne Feier in aller Munde. Ein recht herzliches Dankeschön an alle Akteure und besonders dem Frauenturnverein für die wunderbaren Sketche, allen voran Annerose Becker (Dein Finger-Food war wie immer superlecker)und auch an Ruth Angel, die mit den Schulkindern fleißig geübt hat! Benedikt und Ralf, Danke für Eure Musik!