Sieben junge Syrer finden neue Zuflucht

Durch ungewöhnliches Engagement vieler Menschen haben sieben junge Syrer, die in Steinberg-Deckenhardt mehr schlecht als recht untergebracht waren, ein neues Zuhause gefunden.

Alle sieben sind Schüler der Waldorfschule in Walhausen. Dort waren der Leiter, Herr Valentin sowie Lehrer und Eltern besorgt um den weiteren Verbleib der strebsamen Schüler.

Da schon seit längerem Schüler aus unserer Jugendhilfe in der Waldorfschule sind, kannte Herr Valentin die Stiftung bereits und wandte sich an die Jugendhilfeleitung, um sich gemeinsam um eine Zukunftsperspektive der jungen Menschen zu kümmern.

Ein intensives Kooperationskonzept zwischen unserer Jugendhilfe und der Waldorfschule soll dieses Ziel fördern.

Die Suche nach einem ausreichend großen Gebäude für ein Jugendwohnhaus gestaltete sich zunächst sehr schwierig - zumal der Umzugstermin, der 2. Mai, vorgegeben war!

Die obere Etage des historischen „Knabenhauses“ wurde zuvor als MAV-Büro, Untersuchungsraum des Betriebsarztes und für unser Angebot der Hausaufgabenhilfe genutzt.

Kuratorium und Direktor hatten recht schnell über die neue Nutzung entschieden. Alle Nutzer erklärten sich bereit, in alternative Räumlichkeiten umzuziehen, damit zunächst sieben, mittlerweile sogar acht junge Flüchtlinge Wohnraum erhalten können.

Innerhalb von zwei Wochen stemmten unsere Mitarbeiter der Haustechnik mit großem Arbeitseinsatz den mehr als spontanen Umbauauftrag und den großen Arbeitsaufwand.

Ein hausinterner Spendenaufruf nach Möbeln und Hausrat ergab eine Flut an Rückmeldung. Waschküche, Caféteria und „Kleine Hände“ halfen bei der Ausstattung und unser langjähriger, erfahrener Mitarbeiter Michael Kuhn übernahm mit seinem Projektleiter Andreas Lenhard alle weiteren Planungsaufgaben.

Eine besondere Erleichterung ist die Tatsache, dass wir einen neuen Mitarbeiter, Herrn Ibrahim, einstellen konnten, der nicht nur die Sprache der Jungen beherrscht, sondern auch die Schulsituation und vor allem die kulturellen und religiösen Hintergründe kennt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter_innen, die sich so schnell, spontan und engagiert gezeigt haben, dass die Jungen am 2. Mai tatsächlich einziehen konnten. Sie fühlen sich sehr wohl in ihrem neuen Domizil.