Hilfen im Sozialraum

Kurzbeschreibung:

In den Landkreisen St. Wendel und Neunkirchen werden sozialräumliche Konzepte im Bereich der ambulanten und teilstationären Hilfen mit der Zielsetzung verwirklicht, ein flexibles Hilfenetzwerk mit „passgenauen“ Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien aufzubauen. Die Hilfen sollen dabei individuell ausgestaltet und zeitnah, zielgenau und im jeweiligen Sozialraum angeboten werden.
Die Umsetzung dieser Ideen wird auch von der Hoffnung getragen, dass der teilweise drastische Anstieg der Kosten in den Jugendhilfehaushalten gestoppt und die Ressourcen in den Hilfen zur Erziehung effektiver gesteuert werden können.

Markante Kennzeichen derartiger Projekte sind unter anderem:

  • Verpflichtung von öffentlichem Träger und freien Trägern (Schwerpunktträger oder Trägerverbund) zu verantwortlichem Handeln im festgelegten Bereich
  • Aufbau von Strukturen, die Weiterentwicklung, Prozesssteuerung und passgenaue Umsetzung von Jugendhilfeleistungen ermöglichen
  • Übernahme von Verantwortung, die notwendigen Hilfen bedarfsorientiert und flexibel auszugestalten
  • Vereinbarung eines Finanzierungssystems, das einen „Umbau“ der Hilfen beim freien Träger zeitnah ermöglicht
  • gemeinsame Steuerung der Hilfen und Festlegung von Qualitätsstandards
  • Aufbau eines Hilfenetzwerkes, das vor allem die Ressourcen der Familien und des Umfeldes mitberücksichtigt
     

Rechtliche Grundlagen:

§§ 27 bis 32 KJHG

Leistungen:

Die zu installierenden Hilfen orientieren sich u. a. an folgenden Leitideen (entnommen: Vertrag zwischen dem Landkreis St. Wendel und den Freien Trägern der Jugendhilfe vom 22.12.2003) :

  • bedarfsorientiert und passgenau
  • orientiert an den Wünschen und Stärken der Familie
  • orientiert an den Bedürfnissen und Zielen von Kindern und Jugendlichen
  • beratend statt intervenierend
  • wohnortnah und niedrigschwellig
  • Regelangebote vor Sondereinrichtungen
  • ambulant vor teilstationär vor stationär
  • so viel Hilfe wie nötig und so wenig Hilfe wie möglich
     

Die Hilfen bieten beratende, begleitende und unterstützende Leistungen für junge Menschen und ihre Familien in ihrer Lebenswelt und ihrer Gemeinde.

Die ständige Präsenz von Fachkräften vor Ort (Sozialraumteam) ermöglicht es, Hilfebedarfe frühzeitig aufzunehmen, niedrigschwellige Kontakte zu ermöglichen, Wartezeiten zu verringern und am Bedarf orientierte Hilfesettings gemeinsam mit Familien und Jugendamt zu entwickeln.

Die jeweilige Hilfe wird in Form von zeitnahen, überschaubaren Kontraktgesprächen mit der Familie mit Richtungs- und Handlungszielen vereinbart und danach von Seiten des Jugendamtes als fachlich angemessen und rechtmäßig bestätigt.

Standorte:

Im sozialraumorientierten budgetierten Jugendhilfeprojekt im Landkreis Neunkirchen hat die Stiftung die Versorgungsverantwortung im Bezirk 2 (Ottweiler, Heiligenwald, Spiesen-Elversberg) als Schwerpunktträger übernommen. 

Sozialraum Neunkirchen

Das Familienberatungszentrum der Stiftung in Neunkirchen befindet sich in:
66578 Schiffweiler-Heiligenwald, Am Itzenplitzer Weiher 8,
Tel.: 06821 / 20 71 594

Seit April 2005 ist die Stiftung Schwerpunktträger in St. Wendel Nord und drei weiteren Gemeinden :

Sozialraum St. Wendel

Familienberatungszentrum St. Wendel-Nord
66606 St. Wendel, Alter Woog 1
Tel: 06851/8908-567 oder 180

Familienberatungszentrum Tholey
66636 Tholey/Theley, Auf der Leyer
Tel: 06853/914262

Familienberatungszentrum Oberthal/Namborn
66640 Oberthal, Hauptstr. 78

Tel: 06851/9127328

Familienberatungszentrum Marpingen 
66646 Marpingen, Am Kirmesplatz 8
Tel: 06853/8562392