Fachtag "Traumapädagogik öffnete Türen: Neue Impulse für Kinder- und Jugendhilfe" am 26.10.16

Fachtag 26.10.16

„Traumapädagogik öffnet Türen: Neue Impulse für die Kinder- und Jugendhilfe“

war der Titel eines Fachtages, der in Zusammenarbeit des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ISM gGmbH) und der Stiftung Hospital vorbereitet und durchgeführt wurde.
Seit 2012 begleitete das ISM – finanziert vom Ministerium und unterstützt vom Landesjugendhilfeaussschuss - die praktische Umsetzung der Traumapädagogik im teilstationären, stationären und ambulanten Bereich der Jugendhilfe.

Für rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe war die Ausbildung, die in den letzten Jahren von der Stiftung finanziert wurde, ein wesentlicher Baustein zum Verständnis, zum Zugang zu den Kindern und Jugendlichen und zur Weiterentwicklung wirksamer Haltung und Methoden.

Fachlich versiert begrüßte der neue Leiter des Landesjugendamtes, Stefan Funck, das Publikum.

Elisabeth Schmutz stellte die Ergebnisse der „Implementierung von Trau­mapädagogik in die Angebote des Kinder- und Jugend­hilfebereichs der Stiftung Hospital St. Wendel“ vor und Marion Moos moderierte die Diskussionsrunde, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe und der kooperierenden SHG-Klinik diesen Prozess, Erfolge und Stolpersteine praktisch orientiert  den Zuhörern veranschaulichen konnten.

In fünf Workshops wurden einzelne Themen mit einem  interessierten Fachpublikum vertieft:

WS 1: Den Anfang gestalten, sozialpädagogische Diagnostik nutzen (Ina Mertash, Astrid Schmitt-Jochum)

WS 2: Clearing und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Dr. phil. Christian Hertel, SHG-Kliniken)

WS 3: Konzept Sicherer Ort: Wie kann ich jungen Menschen und Fachkräften Sicherheit geben?

(Jutta Kämmler, Sven Neis, WG UmA)

WS 4: Beteiligung, Kinderrechte und Beschwerde (Heidrun Gillmann, Tatjana Wilhelm)

WS 5: Trauma und die Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft (Anja Charrois)

Das Interesse und die breit gefächerte Zusammensetzung der anwesenden Fachleute zeigten, dass in allen sozialen Institutionen das Thema präsent geworden ist und man sich zunehmend mit der Materie beschäftigt oder beschäftigen möchte.

Die Anwesenden ließen keinen Zweifel, dass die gelungene Veranstaltung Interessen vertieft und motiviert haben, sich weiter mit der Traumapädagogik zu beschäftigen.

Die Power Point Präsentationen finden Sie  unter „Jugendhilfe – Fortbildungen“